Eisbären kämpfen auch diesen Oktober wieder in Pink gegen Krebs

Auch dieses Jahr heißt es im Oktober bei den Eisbären Berlin wieder Pink in the Rink. Am 28. Oktober in
Straubing und beim Heimspiel am 30. Oktober gegen die Schwenninger Wild Wings (14 Uhr, Mercedes-
Benz Arena) werden die Eisbären komplett in pinker Ausrüstung auf das Eis gehen.

Neue Ausrichtung

Dem aufmerksamen Beobachter wird jedoch nicht entgehen, dass sich ein kleines Detail geändert hat.
Auf den pinken Trikots prangt dieses Jahr erstmals eine lavendelfarbene Schleife. Nach außen soll dieses
Zeichen ein sichtbares Signal für eine Veränderung der Ausrichtung des Aktionsmonats sein. Nachdem
die Eisbären bisher ausschließlich für den Kampf gegen Brustkrebs in pink gespielt haben, unterstützen
sie dieses Jahr krebsformübergreifende Projekte.

„Die ganze Aktion Pink in the Rink wurde zwar von uns als Club initiiert, aber die Fans haben sie längst
übernommen“, sagt der sportliche Leiter, Stefan Ustorf. „Auch die Erweiterung der Aktion ist eine
Fanidee und sie haben drei absolut unterstützenswerte Initiativen gefunden.“

In diesem Jahr unterstützen die Eisbären Berlin und ihre Anhänger mit „Leben nach Krebs! e.V. “, eine
Selbsthilfe und Interessensvertretung von Krebsüberlebenden im erwerbsfähigen Alter, „Begleitung
Kinder krebskranker Eltern“ der Berliner Krebsgesellschaft und dem jungen Krebsportal der deutschen
Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs drei aus Berlin stammende Projekte, die sich an Krebspatienten
und deren Angehörige richten.

Die drei Projekte im Kurz-Porträt

Junges Krebsportal
Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat das bundesweit einzigartige Junge
Krebsportal vor zehn Monaten aufgebaut. Unter www.junges-krebsportal.de erhalten Frauen und
Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren, die an Krebs erkrankt sind oder waren und mit den Folgen der
Erkrankung kämpfen, Beratung von ehrenamtlich tätigen Onkologen und Sozialmedizinern. Über 5.000
User haben die Website seit November 2015 aufgerufen. Für die besondere Altersgruppe unter den an
Krebs erkrankten Menschen schließt das Beratungsangebot eine Lücke. Die jungen Patienten sind noch
in ihrer Berufsausbildung oder im Studium, haben gerade ihre erste eigene Wohnung bezogen oder sind
Eltern kleiner Kinder.
Mehr www.junges-krebsportal.de

Wenn Mama oder Papa Krebs haben
Die Krebserkrankung von Eltern stellt auch für die Kinder eine außerordentliche Belastung dar. Ihr
Leidensdruck wird oft unterschätzt oder nicht ausreichend berücksichtigt. Viele Kinder wollen in dieser
Situation ihre Eltern nicht belasten und versuchen mit ihren Ängsten und Sorgen allein fertig zu werden.
An dieser Stelle greift das Angebot „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ der Berliner Krebsgesellschaft
e.V.: Seit 2012 begleiten speziell ausgebildete Psychologinnen Berliner Kinder und Jugendliche in allen
Phasen der elterlichen Erkrankung. Sie beraten die Betroffenen zeitnah und kostenfrei in persönlichen
Einzel- und Familiengesprächen und setzen die psychologische Unterstützung bei Bedarf auch nach dem
Todesfall als Trauerbegleitung fort. Im vergangenen Jahr haben rund 125 Berliner Familien das Angebot
des gemeinnützigen und rein spendenbasierten Vereins genutzt.
Mehr http://www.berliner-krebsgesellschaft.de/kinder-krebskranker-eltern

Leben nach Krebs! e.V. Selbsthilfe & Interessenvertretung
Heute überleben Dank des medizinischen Fortschritts doppelt so viele Krebspatienten wie noch vor 20
Jahren. Nach überstandener Therapie leiden viele Krebsüberlebende unter verschiedenen Spätfolgen, u.a.
unter der noch weitgehend unbekannten Fatigue nach Krebs. Daher haben viele deutlich weniger Kraft
als vorher. Mit den Spätfolgen werden sie jedoch oft alleine gelassen: Über ein Drittel der
Krebsüberlebenden findet nicht wieder zurück ins Arbeitsleben. Leben nach Krebs! e.V. unterstützt
Krebsüberlebende im erwerbsfähigen Alter dabei, wieder zurück in den Alltag und die Arbeit zu finden.
Neben der Selbsthilfe versteht sich der Verein als Interessenvertretung, der die Öffentlichkeit über die
Herausforderungen nach der Krebserkrankung aufklärt und informiert. Mehr http://leben-nachkrebs.de/

(Foto: Kapitän André Rankel und Nick Petersen präsentieren die pinken Trikots der Eisbären Berlin. Credit: Eisbären Berlin/City-Press)

Tom Kanzock

Tom Kanzock ist Eishockey-Nerd durch und durch. Im März 2015 hat er schlittschuhtor.de ins Leben gerufen, um eine Alternative zur deutschen Eishockeyberichterstattung zu schaffen.